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Strategien beim Black Jack - Kartenzählen

Die Geschichte und der Mythos des Kartenzählens beim Black Jack sind wohl so alt wie das Spiel selbst. Seit Jahrhunderten haben Glücksspieler immer nach validen Strategien gesucht, mit denen sie auf Dauer das Casino und die Bank besiegen könnten. Eine Form dieser Versuche stellt das Blackjack-Kartenzählen dar, welches in den 1960er Jahren einen Meilenstein und sogar eine Revolution erfuhr, als der amerikanische Professor Edward Thomp sein Werk „Beat the Dealer“ veröffentlichte. Dieses Buch sollte jedem Spieler erklären und die Möglichkeit geben, wie man durch Zählen der einzelnen Karten eine höhere Gewinnchance erzielen konnte.

Um die Strategie verstehen zu können, muss man erst einmal begreifen, wie Black Jack letztendlich gedealt und ausgegeben wird. Wie bereits im vorherigen Titel erwähnt, wird Black Jack mit 6 identischen Kartenspielen à 52 Karten pro Deck gespielt. Dieser Stapel kommt in einen sogenannten Schlitten, aus dem der Dealer, oder eben der Croupier, nacheinander Karten zieht. Wurde dieser Stapel zu etwa drei Vierteln aufgebraucht, so wurden die verbliebenen Karten im Schlitten zusammen mit den bereits verbrauchten Karten wieder gemischt und erneut in den Schlitten eingeführt.

Das ergibt die Tatsache, dass sich die Wahrscheinlichkeit von den Karten, die noch nicht gezogen wurden, natürlich erhöht beziehungsweise verändert, je länger mit dem gleichen Stapel gespielt wird. Werden also zu Beginn wenige Bildkarten gezogen, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass diese bei den nächsten Zügen drankommen. Verfolgt nun also der Kartenzähler diese Informationen, so kann er diese zu seinem Vorteil nutzen und er wird im Laufe des Spiels seine Einsätze anpassen. Erwartet er also in nächster Zeit viele Bildkarten oder Karten im Wert von zehn, so wird er seine Einsätze erhöhen.

Die Casino- und Spielbanken-Betreiber läuteten natürlich bald nach der Veröffentlichung dieses Werk Gegenmaßnahmen ein, um dies zu verhindern. So wurde zum Beispiel in Zukunft nicht mehr nur mit einem Kartenpaket gespielt, vielmehr kamen vier bis teilweise sogar sechs unterschiedliche Kartenpakete zum Einsatz. Auch das Abschneiden einen jeden einzelnen Kartenstapels ab einem gewissen restlichen Kontingent sollte das Kartenzählen eindämmen und unmöglich machen.

Da das Kartenzählen jedoch auch weiterhin noch einigen Spielern die Möglichkeit bot, sich einen gewissen Vorteil zu verschaffen, werden heute in den meisten modernen Casinos „Shuffle Stars“ eingesetzt. Diese Maschinen stellen spezielle Kartenschlitten dar, die nach jedem einzelnen Spiel den kompletten Kartenstapel mischen und somit jedes Spiel unabhängig voneinander ist. Dieser Einsatz von Technik macht das Kartenzählen beim Black Jack heutzutage im Grunde genommen hinfällig.

Dass das Kartenzählen übrigens illegal ist, ist ein weit verbreiteter Irrglaube und wohl auch ein in die Welt gesetzter Mythos der Hollywood-Branche. Man macht sich also nicht strafbar, wenn man in ein Casino marschiert und anschließend beginnt, an einem Black Jack Tisch die Karten mitzuzählen. Ob das Casino selbst sich allerdings dazu entscheidet, gegen den Kartenzähler ein Hausverbot zu verhängen, liegt letztendlich beim Betreiber selbst.